Simplicity
MEET ME IN THE DARKROOM!
wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst.
Ich fühle mich wie der letzte große Wal

Musik: Bombay Bicycle Club - Dust on thr Ground (acoustic)

 Das Leben nimmt mich ein. Die Zeit verinnt. Und wieder einmal hetzte ich dem Morgen hinterher, der schon wieder Gestern wird. Es ist seltsam, ich tue nichts und habe dennoch keine Zeit. Allmählich habe ich Kräfte gesammelt für mein Pensum, das mich wieder überfordert und mich stets im Atem hält. Aber an Herausforderungen wächst man. Schon auf der Papiertüte meines Bäckers stet das Goethe-Zitat:"Auch aus Steinen, die einem im Weg gelegt wurden, kann man schönes bauen". Vielleicht schmecken dort deshalb die Brote so gut?

Mittlerweile habe ich mich an Berlin gewöhnt. Ich fühle mich nicht mehr wie ein Fremdkörper. Diese eigenwillige Stadt habe ich ins Herz geschlossen. Nur tue ich mich mit den Leuten darin etwas schwer. Oder bin ich es am Ende, der mit sich selbst hadert?

Manchmal fühle ich mich wie ein Außerirdischer, der hier in der Hauptstadt seine Bruchlandung hatte und auf der Erde feststeckt. Wie ein Quastenflosser, der seine ersten ungeschickten Schritte an Land erst jetzt begeht. Ich fühle mich wie der letzte große Wal. Und manchmal wie der kleine Prinz.

Das Gefühl des Umbruchs ist noch da. Es schlummert in mir. Doch die anfängliche Aufregung hat sich in nachdenkliche Melancholie gewandelt.

Was gerade in Japan, dem Land unserer früheren Träume, geschieht, finde ich erschreckend. Das Szenario könnte aus einem Endzeitkatastrophenfilm stammen. Nur befürchte ich, ohne Happy-End... Mit einem Schlag ist das fortschrittliche Land einfach mal im Chaos versunken. 

 Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Gerade ist so vieles im Bewegung, dass ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Aber eines habe die letzten Wochen mit Gewissheit gelernt: Wasche Wolle nie bei 40 Grad! (Mein schöner, warmer Pulli!!!!)

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal, dann vielleicht wieder mit Fotos :P

16.3.11 00:59


26.2.11 13:44


Knospenbrechen

Musik: los campesinos - the sea is a good place to think of the future

Etwas liegt in der Luft. Ich spüre, das sich etwas in meinem Leben bewegt. Etwas verändert. Habe es schon in Nürnberg gespürt. Nur weiß ich noch nicht genau, was es ist; es ist noch im Reifen, im Prozess. Kennt ihr dieses Gefühl, das nach Erwartung schmeckt? Nach einem neuen Lebensabschnitt? Ich bin rastlos und kann doch nur warten. Etwas liegt in der Luft, nur weiß ich noch nicht genau, was es ist.

 

Vielleicht ein neuer Frühling?

 

 

Ausblick aus meinem Fenster; Februar 2011

18.2.11 22:04


Nan Goldin - Berlinische Galerie

Musik: The Cure - Lovesong

 

Ich habs endlich geschafft. Endlich habe ich die Bilder der wunderbaren Nan Goldin in der berlinischen Galierie gesehen. Und es war toll! Die Amerikanerin ist vielleicht eine der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinnen, ihre intimen, persönlichen Portraits haben eine solche emotionale Kraft und Seele, an die kaum ein anderer Fotograf rankommt. Das liegt daran, dass sie ihre Bilder lebt. Ihre großen Themen wie Sexualität, Sucht, Gewalt und Tod, mit denen Nan Goldin in der Untergrund-, Drogen - und Homosexuellenszene immer wieder selbst konfrontiert wurde, sind gerade deshalb so stark, weil sie mitgelitten, mitgelacht und mitgefühlt hatte. Sie fotografiert sich und ihre Freunde, aus dem Moment heraus, mit gegebenen Licht und ohne Rücksicht auf großen Technickschnickschnack. Dann können einige Fotos unscharf herauskommen, aber dadurch wirken diese nur atmosphärischer. Es sind ehrliche Bilder. Intim, direkt und mitten drin. Manchmal auch schonungslos. Mit ihrer Fotografie möchte Nan Goldin die Persönlichkeit ihrer Freunde festhalten, Erinnerungen, zerbrechliche Momente, Augenblicke. Sie hat mit der Kamera dokumentiert, wie ihr nahestehende Personen an Drogen zu Grunde gehen oder an Aids gestorben sind. Sie stellt die gängien Geschlechterrollen in Frage, sprengt prüde Moralvorstellungen und zeigt neben Freude, Liebe und Ausgelassenheit auch Verfall, Trauer, Sex, Zerissenheit und Tod.

In der berlinischen Galerie hängen Arbeiten, die während ihrer langen Aufenthalte in Berlin entstanden sind. Ihre Farbaufnahmen haben in der Ausstellung eine solche Leuchtkraft, sie scheinen regelrecht von sich heraus. Es gibt drei Räume mit ihren Bildern und ein Video. Ich bin von dieser Fotografin einfach beeindruckt, ihre Bilder berühren mich. Und inspirieren mich meine eigene Umgebung, sowie die Leute um mich rum, näher zu betrachten und mit der Kamera abzulichten. Klar, Nan Goldin wird nicht jedem gefallen, vor allem nicht den Pixelzählern und Technikfreaks, aber die haben sowieso keine Ahnung auf was es ankommt. ;P

9.2.11 23:47


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