Simplicity
MEET ME IN THE DARKROOM!
wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst.
Neue Runde

MUSIK: Hundreds - Happy Virus

 

Die ersten zwei Wochen meines 3. Semesters habe ich nun hinter mir. (yeah, wie cool sich das anhört: 3. Semester!!!) Und wie wäre es anders zu erwarten, geht es gleich richtig los, ohne Schonungsfrist, von 0 gleich in die 180 km/h. Das Pensum ist (wie ist es auch anders zu erwarten?) noch härter und anstrengender. Zwar sprechen mich alle Themen durchaus an, aber der Organisationsaufwand ist diesmal immens. Jetzt kann ich nicht einfach spontan mal was aus den Ärmel schütteln... Auf der anderen Seite könnten viele unserer jetztigen Aufgabenstellung echte Aufträge repräsentieren.

Aber noch streube ich mich noch ein wenig, mich mit dem Pensum richtig auseinander zu setzen, wahrscheinlich muss sich das erst mal etwas setzen.

Für unsere freie Serie arbeiten wir mit unserer neuen Dozentin aus Medientheorie zusammen, wo wir uns auch mit ein paar Filmen beschäftigen, aus denen wir unsere Inspirationsquellen für die Arbeit nehmen sollen. Prinzipiell spiele ich mit dem Gedanken, an einem Kurzfilm oder an Bewegtbilder zu arbeiten, aber die Aufwand sich in dieses neue Medium Film einzuarbeiten ist ziemlich groß. Interessieren würde es mich allerdings schon und es bietet sich irgendwie an.

Heute hatte ich meine erste CGI Stunde. Klar werden wir keine vollausgebildete Spezialisten sein wie an der OHM, dafür reicht auch ein Jahr gar nicht. Aber allein die Grundlagen zu kennen und so Kleinigkeiten am Computer generieren zu können, ist schon viel Wert. Allerdings hat mich der Vortrag heute sehr ernüchtert. Mittlerweile wird kaum noch was im Werbebereich echt fotografiert, das meiste oder sogar schon fast alle großen Kampagnen sind Bilder, die am Computer entstanden sind mithilfe CGI ganz ohne Kamera. Rosige Aussichten allso für Fotografen.

Ab diesem Semester haben wir auch Wahlpflichtfächer. Darin intensivieren wir ein ausgewähltes, praktisches Fach. Das heißt ergo noch mehr Stress. Ich wollte eigentlich in "Porträt", nur war bereits der Kurs voll.

So bin ich dann in "Mode" gelandet. Architektur und Landschaft liegt mir einfach nicht so und letztendlich ist ein Modefoto auch irgendwie ein Porträt. Und außerdem kann man in Mode sehr kreativ arbeiten. Ich bin ja gespannt, was das Thema sein wird.

 Die Fotos, die ihr seht, war unsere erste Aufgabe in Bildjournalismus . Wir hatten eine Woche Zeit, eine Serie von 6 Bildern zu erstellen, die unsere Straße in der wir leben dokumentieren sollen im Sinne der "Street Photography". Ich bin eigentlich kein waschechter Street Photographer, ich habe anfangs immer Hemmungen, Leute aus dem Hinterhalt abzufotografieren und ihren privaten Moment zu bannen. Schließlich mag ich es auch nicht ungefragt fotografiert zu werden. Aber gerade in Street Photography soll ja der magische Moment auf der Straße spontan eingefangen werden. Ein weiteres Problem war, dass meine Straße total langweilig ist. Da passiert nichts spannendes wie in Kreuzberg oder Friedrichshein. Deshalb wollte ich in meinen Fotos die Wirkung/Spannung zwischen Passant und Umgebung heruasarbeiten und gewisse Stimmungsbilder erzeugen durch besonderes Licht, um meine Bilder irgendwie aufzupeppen. Am Ende hat es mir sogar Spaß gemacht durch meine Straße zu ziehen und zu fotografieren.  Ok, typisch im Street Photography Style sind die Bilder nicht, aber wir sollten eine eigene Bildsprache für die Aufgabe finden, von daher ist das Ergebnis ganz ok.

Unsere große Bildjournalismus-Aufgabe dürfen wir uns aussuchen, das Thema ist frei. Habt ihr eine Idee für eine gute Reportage?

So, wahrscheinlich hat euch mein Alltag so gar nicht interessiert, aber der hat mich wieder eingeholt und ich bin wieder zum faulen, chaotischen, panischen Lette-Schüler mutiert, der alles bis zum letzten Drücker herauszögert. Hmmm... hoffentlich krieg ich den Arsch diesmal etwas früher hoch XDDDD Nicht umsonst ist das 3.Semester angeblich eines der Härtesten. Naja, mal sehen, was noch auf mich zu kommt!

Euch ein schönes Wochenende!

 

 

 

27.8.11 01:29


Wir sind wie Schwalben, die gen Süden ziehen

Musik: The Naked and Famous - Young Blood

 

Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass wir erwachsen werden.

Es noch nicht sind.

Wir flügge werden. Mit unseren Ängsten, Träumen und Zweifel in die Welt ziehen und uns zerstreuen. Verlieren.

Und wiederfinden.

Ob wir uns wiederfinden oder einen anderen, das zeigt die Zukunft. 

Irgendwie sind wir alle in Bewegung. Haben den Koffer gepackt. Mehr oder weniger. Und treten mit unseren noch zu großen Schuhen ins Ungewisse.

Sind wir mutig nach den Sternen zu greifen, selbst wenn wir über unseren eigenen Füße stolpern?

 

Rica and her boyfriend, Berlin, July 2011

 

Gerade bin ich etwas wehmütig. Ich hatte eine schöne Zeit in der Heimat. Aber ich muss wieder los. Ich bin nicht gekommen, um zu bleiben. Doch ich hoffe, die Leute, die mir lieb sind, begleiten mich auch weiterhin auf meinem Weg, auch wenn sie in eine andere Richtung schreiten.

Wenn wir alle zum Horizont schauen, begegnen sich vielleicht auch unsere Blicke.

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We’re only young and naive still
We require certain skills
The mood it changes like the wind
Hard to control when it begins

The bittersweet between my teeth
Trying to find the in-betweens
Fall back in love eventually
Yeah yeah yeah yeah

 

 

 

8.8.11 02:00


WORLD PRESS PHOTO AWARD 2011

photography by Jody Bieber; 1st prize, single image, category: portrait

 

Musik: Somnus - Yoko Shimomura

 Noch kurz bevor ich nach Nürnberg kam, habe ich mir die Ausstellung des diesjährigen World Press Photo Award angeschaut und ich war so beeindruckt, dass ich mir gleich den Katalog dazu kaufen musste. Solche starken Bilder und solche ergreifende Geschichten sieht man nicht alle Tage. Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, dem die Fotografien so an die Substanz gingen, aber auch auf meiner Mitbewohnerin haben sie anscheinend Eindruck hinterlassen.

Der World Press Photo Award kann man mit den Oskar für Pressefotografen und Bildjournalisten vergleichen. Selbst eine Drittplatzierung stellt einen Ritterschlag dar. Es gibt mehrere Kategorien; von "People in News", "Contemporary Issues" bis hin zu "Spot News", "Daily Life", "Sports" oder "Arts and Entertainement" werden alle wichtigen Aspekte der Pressefotografie abgedeckt. Zudem wird unterteilt zwischen Einzelfotos und Serien.

Die ausgewählten Bilder sind nicht nur für Fotografen äußerst interessant, sondern sollten jeden etwas angehen. Sie bilden einen Querschnitt des letztjährigen Weltgeschehens und machen uns auf Geschehnisse aufmerksam, über die sonst niemand berichten würde.

Es ist auch eine Plattform, die die Leistung und Arbeit der Pressefotografen würdigt; in den Magazinen, wo die jeweiligen Fotos sonst veröffentlcht wurden, tritt der Fotograf als solcher in den Hintergrund, ist schier unsichtbar und wird höchstens namentlich irgendwo klein am Rand erwähnt. Viele Leute sehen es als Selbstverständlichkeit an, dass die Magazine beeindruckende Fotos in ihren Artikeln begleitend stehen haben. Aber kaum einer Macht sich um den Menschen Gedanken, der in Krisengebiete zieht und sein Leben und das anderer aufs Spiel setzt für die Zeitung am Montag Morgen. Gut, während man durch die Ausstellungsräume zieht, kommen natürlche die üblichen Debatten der Pressefotografien auf, aber letztendlich finde ich, dass jedes dieser eingefangenen Momente erzählt werden musste. Die Fotografen erzählen uns mit ihren Bildern Geschichten, die da draußen in der Welt geschehen und von denen wir keine Ahnung hätten. Manchmal sind es erschreckende Geschichten. Manchmal traurige Momente. Und manchmal sind es einfach schöne Augenblicke. Aber jede dieser Geschehnisse sollte es Wert sein gesehen zu werden und wir sollten nicht gleichgültig die Augen verschließen.

Da wird zum Beispiel von dem Schicksal der jungen Afghanin Bibi Aishe erzählt, deren Mann ihr Nase und Ohren abschnitt, weil sie vor seinen Missbräuchen ins elterliche Heim geflohen ist. (siehe Foto)

Die Folgen der schweren Erdbeben in Haiti sind natürlich ein Thema, genauso wie von den Medien vernachlässigten schweren Überschwemmungen in Pakistan.

Es werden über Cholitas erzählt, bolivianische Wrestlerinnen, über illegale Autorennen in Mexiko, über indische Wanderkinos, über die langjährigen gesundheitlichen Folgen des Gifts "Agent Orange" seit dem Vietnamkriegs oder über das weltweite Phänomen des Couch Surfings als Beispiele.

Wenn ihr neugierig geworden seid, habt ihr die Möglichkeit die Bilder auf der Homepage des World Press Photo Awards anzuschauen:

http://www.worldpressphoto.org/winners/2011

 

Selbstverständlich bin ich gespannt, was ihr von den Fotos haltet. Welche Bilder euch berührt haben, was ihr gut oder schlecht fandet oder was für Gedanken beim durchstöbern euch gekommen sind.

Schaut es euch eingach an!

27.7.11 02:19


SOMMERPAUSE

girl lying on bed, contact sheet, Nürnberg, April 2011

 

MUSIK: Egyptian Hip Hop - Rad Pitt

Ich bin wieder da! Quasi von den Toten auferstanden. Endlich habe ich einen neuen Laptop und kann wieder problemlos ins Internet! Ein antsrengendes, aber wunderbares Jahr habe ich in Berlin überstanden und genieße meine verdienten Sommerferien inklusive schlechtem Wetter. Aber das ist ok, somit habe ich eine Ausrede zum Nicht-fotografieren-müssen. (auch wenn ich ein bisschen schlechtes Gewissen schon habe) Stattdessen genieße ich mal sorgenfrei zu faulenzen, zu lesen und sich Zeit für Familie und Freunde zu nehmen.

Jetzt habe ich auch endlich die Gelegenheit, mich wieder um den Blog zu kümmern und habe vor wieder regelmäßig zu posten. Der Start ist das neue Design. Und wie versprochen mit eigenen Foto(s). Der Kontakt aus einem Shooting meiner freien Arbeit, dessen Bilder ich für die Serie "Coming of Age" nicht verwende, die aber viel zu schön sind, um in der Versenkung zu landen.

Ich bedanke mich hier noch an Lena und Nina für den schönen Abend. Es war schön euch zwei wiedergesehen zu haben!

23.7.11 02:47


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ImaginationDesign feat. Amelie